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Listen sind ganz praktische Schreibimpulse, weil du stichwortartig Begriffe notieren kannst, die dir zum Thema einfallen. Es besteht kein hoher Anspruch. Listen dürfen unvollständig sein, sie können lustig, poetisch und tiefsinnig werden - müssen aber nicht.

 

Ein Beispiel ist die Watchlist für die Augen, die ich vor einiger Zeit selbst ausprobiert habe. Dabei gibt es zwei Herangehensweisen.

  • Du kannst zunächst die eine Liste erstellen "Was deinen Augen gut tut", danach die andere "Was deinen Augen nicht gut tut". Das hat den Vorteil, dass du dich auf das jeweilige Listenthema konzentrierst. Danach kannst du beide Listen in einer Tabelle zusammenführen, und du darfst die Zeilen auch neu sortieren.
  • Du kannst auch sofort eine Tabelle erstellen und dann von vornherein zeilenweise passende Begriffe finden.

Ich favorisiere die erste Methode, weil es zu überraschenderen, nicht unbedingt gewollten Ergebnissen führen kann. Zu interessanten Lesarten. Es kann helfen, sich ein Zeitlimit zu setzen oder die Anzahl der Begriffe zu begrenzen, z.B. die Top 10 oder Top 5.

Hier meine Liste mit Dingen, die ich gerne sehe und Dingen, die ich nicht gerne sehe - bzw. was meinen Augen gut tut, und was ihnen nicht so gut tut. In einer Tabelle nebeneinander gestellt.

Beispiel

Was meinen Augen gut tut:

 Was meinen Augen nicht gut tut:

 Aussicht.  Wände und Mauern.
 Ein blauer Himmel mit weißen Schäfchenwolken.  Beton-Asphalt-Stahl-Grau
 Deine Schönheit. Spitze Ecken und Kanten, die sich an Gebäuden, Möbeln und Kunstobjekten speerartig gegen mich richten.
Kinderbilder von Haus und Garten mit Mama, Papa, Kind und Hund. Zuviel Werbung.
Tiere schauen, Natur, Wildlife, Meeresdoku ... Thriller und Horrorfilme
Dein lächelndes Gesicht, und überhaupt befreundete Gesichter. Augen, die sich entziehen, Gesichter, die sich abwenden.
Kunst, Handgemaltes oder Gezeichnetes Dicke skandalisierte Boulevardzeitungslettern
Freie Sicht auf Landschaft, echtes „Fern“-Sehen Falsches Fernsehen auf der Mattscheibe


Meinen Begriff Watchlist habe ich für diesen Artikel in Google aufgeschlagen und finde neben vielen Treffern im Finanzbereich ("Watchlist für Geldanlagen") - auch einen Eintrag in Wikipedia:

Eine Watch List (deutsch „Beobachtungsliste") ist eine Liste von Begriffen, Gegenständen oder Personen, die für den Ersteller der jeweiligen Liste von Bedeutung sind. (Wikipedia-Artikel)

In dem Beitrag steht auch, dass es eine Watch List zur Einreise in die USA gibt, darin werden unerwünschte Personen geführt, denen die Einreise aus verschiedenen Gründen verwehrt wird.

In Englisch to watch steckt eben noch mehr als ansehen und zuschauen, nämlich auch beobachten, Wache halten, aufpassen, vorsichtig sein. Da ich bei meinen eigenen Listen mit einer "Playlist" für die Ohren anfing, schien die "Watchlist" nur folgerichtig. Mich stören die weiteren Bedeutungen von to watch nicht. Alternativen? Augenliste? Seh-Liste? 

Übrigens, wo wir gerade dabei sind: Probiert gerne auch mal die "Playlist" und "Touchlist" aus.

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