Texte spielen im Berufsleben eine große Rolle. Ich zähle einmal auf, welche Textsorten mir da spontan einfallen: Kundenbriefe, E-Mails, Fachartikel, Dokumentationen, Protokolle, Anleitungen, Präsentationen, Broschürentexte ... Es ist eine ganze Menge Text zu erfassen, tagein, tagaus - und das Internet hat die Textmenge noch um ein Vielfaches erhöht. Mit Textkompetenz lassen sich Texte leichter erfassen - und auch selbst schreiben. Wie Sie Textkompetenz erlangen, lesen Sie hier ...

Sind Sie ein Überflieger?

Sicherlich überfliegen Sie viele Texte. Gerade Internet-Texte sind extra so angelegt, dass sie überflogen bzw. "gescannt" werden. Sie sollen dort mit einem Blick erfassen, worum es geht. Deshalb gibt es dort viele Bilder, Zwischenüberschriften und Listen, an denen sich das Auge festhalten kann.

Im Berufsleben gilt dies nicht. Wenn es heißt, es muss etwas gelesen und kommentiert werden, dann müssen Sie sehr genau lesen, was geschrieben wurde. In Ihrer Firma müssen Texte fachlich und sachlich präzise sein, auf Schönheit kommt es dabei nicht unbedingt an. Leider sind diese Texte dann oft nicht leicht zu verdauen. Wer hat sich noch nicht durch einen knochen-trockenen Text gequält? Deshalb ziehen sich diese Aufgaben auch immer hin, die mit Text lesen, Text schreiben und kommentieren zusammenhängen, sie werden gern auf die lange Bank geschoben. Problematisch allerdings, wenn diese Textsorten Teil eines Projekts sind. Wenn Protokolle, Dokumentationen, Kommentare auf sich warten lassen, ist es fraglich, ob das Projekt fristgerecht abgeschlossen wird.

Meine Erfahrung ist, dass es mit Textkompetenz leichter fällt. Wer viel liest, liest eben auch viele verschiedene Texte und Schreibstile. Dadurch bleibt das Gehirn im Training und kann sich leichter auf immer neue Textsorten einstellen. Wer Textkompetenz hat, lässt sich auch von Sach-Texten mit langen Sätzen und Nebensätzen sowie häufig auftauchenden Fremdworten nicht aus der Ruhe bringen. Ich glaube, dass dies auch die Basis für die Kompetenz im Schreiben eigener Texte ist.

Lesen, Schreiben, Denken schulen

Und wie lässt sich Textkompetenz erlangen? Durch Lesen und Schreiben gleichermaßen. Im Lesen folge ich den Gedankengängen und der Argumentation des Schreibers - und mache mir gedanklich meinen eigenen Reim darauf. Im Schreiben halte ich meine eigenen Gedanken fest und gebe ihnen eine - möglicherweise logische, für andere nachvollziehbare - Struktur. Für mich sind deshalb sowohl Lesen wie Schreiben kreative Tätigkeiten, die den Geist schulen.

"Wer schreibt, der bleibt" ist eine oft zitierte Redewendung. Gemeint ist damit, dass ich zum Beispiel meine flüchtigen Gedanken, die ich mir zu einer Sache mache, schriftlich festhalte. Und wenn sie mal schriftlich fixiert wurden, kann ich diese Gedanken in Textform wieder als Leser betrachten - und sogar diskutieren, überlegen, korrigieren.

 

© Livia Grupp, Text & Schreiben - Textbüro und Schreibberatung, Mannheim
www.textundschreiben.de

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